5 Dinge, die du fürs Wildcampen in Deutschland wissen musst!

5 Dinge, die du fürs Wildcampen in Deutschland wissen musst!

Durch Deutschland verlaufen viele kürzere und längere Wanderwege. Sie laden dich dazu ein, unbekannte Ecken dieses schönen Landes zu entdecken. Einzig die Infrastruktur entlang der Wege lässt streckenweise zu wünschen übrig, zum Beispiel gibt es über sehr lange Distanzen keine Campingplätze. Wildcampen ist vielerorts also die einzige Option, auf dem Trail zu übernachten.

Folgende Punkte musst du aber vorher beachten:

1. Wildcampen ist in Deutschland nicht wirklich erlaubt.

Ob und wo du in Deutschland wildcampen darfst, regeln die einzelnen Ländergesetze und Verordnungen. Manche Bundesländer (zB. Brandenburg & Schleswig-Holstein) erlauben mehr, manche weniger (Bayern). Informiere dich vorab also genau, welche Regeln es bzgl. des wildcampens gibt und welche Strafen dich im Ernstfall erwarten!

2. Finde den richtigen Platz.

Es gibt bessere und schlechtere Orte um wild zu campen. Um Ärger aus dem Weg zu gehen, halte dich zunächst von vielbegangenen Stellen fern. Bau dein Zelt an einem unauffälligen Ort (wenn es geht oberhalb des Weges) auf. Achte darauf, dass du nicht in einem Naturschutzgebiet bist, das kann sonst sehr teuer werden. Erkundige dich auch über die Jagdsaison und ob du in einem Revier bist, wo aktiv gejagt wird. Anhaltszeichen können Hochsitze in der Nähe sein. Pitch dein Zelt auch auf keinen Fall auf einem eingesäten Feld. Aber: die meisten Jäger und Bauern sind auch Naturmenschen. Wenn du dich vernünftig verhältst, haben viele kein Problem mit deinem Aufenthalt und werden dich in Ruhe lassen.

3. Pitch late, leave early

Das heißt ganz einfach: bau dein Zelt erst kurz vor Sonnenuntergang auf und bau es kurz nach Sonnenaufgang wieder ab. Du solltest das Zelt nicht länger stehenlassen als notwendig. Nutze die Zeit bis zum Sonnenuntergang um zu checken, ob der ausgesuchte Platz wirklich so gut ist, wie du dachtest.

4. Leave no trace Standard

Das bedeutet nichts anderes als: Nimm deinen Müll mit und hinterlasse den Ort wie vorgefunden. Für das kleine und große Geschäft entfernst du dich vom Ort mindestens 50 Meter, gräbst fürs große Geschäft ein Loch von mindestens 15cm Tiefe und füllst es danach wieder auf. Einfaches Klopapier in kleinen Mengen machst du mit in die Grube, Feuchttücher und Tampons/Binden/Kondome etc. nimmst du immer mit und entsorgst sie in einem Mülleimer.

Mach Feuer nur an explizit ausgewiesenen Feuerstellen. Ansonsten ziehst du nicht nur unnötig Aufmerksamkeit auf dich, du riskierst auch einen Wald- oder Feldbrand.

5. Sei einsichtig.

Wirst du erwischt und jemand will, dass du verschwindest – bau das Zelt ab und verschwinde. Vorher hilft es jedoch meistens, den Leuten kurz zu erklären, was du tust („Ich wandere auf diesem Weg von […] nach […] und es gibt unterwegs weit und breit keinen Campingplatz“) und dass du keinen Müll hinterlässt und niemanden weiter störst. Häufig begegnet man dir dann verständnissvoll. Falls das nicht hilft – diskutier nicht. Zieh Leine und versuch es im Zweifel weiter Weg noch mal. Vermeide eine Konfrontation mit der Polizei. Die haben 1. wichtigeres zu tun und stellen dir 2. womöglich noch eine Buße aus.

Fazit.

Wildcampen ist in Deutschland nicht wirklich erlaubt. Wenn du es trotzdem tust: behandle Menschen und Natur mit Respekt, dann sind alle Beteiligten gegenüber Wildcampern positiver eingestellt.

Beitrag Teilen:

Patrick Meyer

Patrick Meyer

Lebt den Traum von den eigenen vier Wänden im Rucksack.

Schreibe einen Kommentar

Teilen

Share on whatsapp
Whatsapp
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on tumblr
Tumblr
Share on linkedin
LinkedIn
Share on email
Email